RODELSPORT AUF NATURBAHNEN.

 SCHNELL UND ATTRAKTIV - AUF SCHNEE, EIS UND TEER.

Rodelsport bietet harten Jungs und mutigen Damen auf Natureisbahnen und Teer den "Kick zum Glück".

Die aktuelle Rodelsport- Seite der Schweiz

Willkommen beim Naturbahnrodeln. Rodeln auf vereisten, "natürlichen" Bahnen, also auf Wegen und Strassen ohne überhöhte Kurven und Ausbauten wurde im ganzen Alpenbogen entwickelt. Heute stellt es eine der attraktivsten und schnellsten Wintersportdisziplinen dar. In der Schweiz noch im Aufbau und wenig bekannt. Der Sport wächst derzeit aber grad in vielen Ländern. Weil er immer echt geblieben ist. Echt und cool.  

Mit dieser Seite stehen wir tagesaktuell für Naturbahnrodler bereit. Im Sommer wie im Winter. Unser Interesse gilt allen Disziplinen auf Naturbahnen (also nicht dem Sport in Bobbahnen).  Wir machen keine klassische "Clubseite", sondern  informieren immer auch über Erfolge anderer und über Geschehnisse anderswo und international. Ob der Sport endlich olympisch wird, entscheidet sich 2018. Das IOC ist dran. 

Den Aufbau einer Rennrodelequipe auf Natureis haben wir Jahre vorbereitet. Ab 2018 werden wir auch in der Königsklasse des Sports, dem FIL- Weltcup für Rennrodler mit einer jungen Equipe starten. Siehe dazu die eigene Rubrik.

Wir hoffen, Sie erhalten Einblicke in eine originalalpine, grossartige Sportart.

Nach dem Einstieg mit aktuellen und ein paar historischen Helgen geht's los.

Bitte beachten Sie vorerst die "Info!"- Rubrik, um Grundlegendes zum Sport zu erfahren. Wir haben die Seiten so aufgebaut, dass auch bisher wenig Informierte alle Infos einordnen können. Es lohnt sich, die Rubriken mal "durchzublättern"! Unter "Mehr" (Menuleiste rechts oben) gibt's...viel mehr.

Sehr viel Spass dabei!

 

Eröffnung dieser HP: 10.3.15 . Verantwortlich: Alex Elsässer/ TSR

Sportrodeln. Alles inklusive. Tempo, Dynamik, Präzision, Spannung und Spass. Photo @ Gruber

Die Spitze der Entwicklung im Rodelsport: Rennrodeln auf blank vereister Naturbahn. Mehr geht nicht! Patrick Pigneter (I) am Weltcup 2015/16 in Kühtai. Photo: Hermann Sobe.

Feinste Kurvenarbeit auf dem Rennrodel. Dieser erlaubt noch höhere Kurventempi als der Sportrodel im ersten Bild. Was noch flachere Haltung bedingt. Auch mehr Kraft und Nerven. Die Fliehkräfte nehmen zu. Die Kurvenradien werden messerscharf. "Great Greta" am FIL- "GRM- Weltcup". Von ihr gibt's in den Folgerubriken noch mehr zu sehen und zu lesen.

Rollen- Rennrodeln. Attraktive Sommerversion des Rodelsports! Im Bild: Manfred Schluchter in vollkommenem Bewegungsablauf.

Faszination Sommersport. Rollenrodeln bietet alle Chancen, die Rodeltechnik der Athleten zu verfeinern, um für den Winter bereit zu sein. Und natürlich für die erste Sommer- WM 2017 in Grindelwald. Im Bild: Natascha Amacher (SUI) auf der neuen Rennstrecke von Kroatien. Bild: Ammann

Sportrodel- Doppelsitzer auf der Bahn in Gallzein. Da kann es auch mal so richtig holpern...Das Bild zeigt auch sinnbildlich die Herkunft des Wortes "rodeln"; ursprünglich aus "rotteln" (für rütteln), hat sich der Begriff mit Verfeinerung des Geräts und der Bahnen (Eis statt Holperschneebahnen) sprachlich zum sanfteren "rodeln" entwickelt. Ob "der Rodel" (CH) oder "die Rodel" (AUT/ ITA/ DE) spielt bei der verbalen Herkunft keine Rolle. Beides ist richtig. Bild: ÖRV

 

 

DIE URSPRÜNGE.

EINIGE IMPRESSIONEN AUS ALTEN ZEITEN:

 

"Rodelfahrt" vor langer Zeit. Das Pärchen fährt auf einem lenkbaren, rodelähnlichen Gerät. Enden tat so was meistens mit Hochzeiten...
Bild: Carlo Pellegrini's „Partie de luge" um etwa 1870, im Wallis.
Nur ganz wenige Jahre später (ab 1882) sind erste Rennen auf Schlitten unter englischen Gästen in St. Moritz, Klosters und Davos historisch belegt. Sie pushten dann auch die Entwicklung der Geräte. Die starren "Davoser" lernten sie kennen, weil man sie zuerst auf Schleppfahrten einsetzte, wo die Schlitten von Pferden gezogen wurden. Logischerweise genügte ihnen das nur kurze Zeit. Man wollte schliesslich rasen und nicht als passives "Fuder" rumblödeln.

Unsere Urgrossväter waren ziemlich wild, das steht mal fest. Szene von der Alpenhofkurve in Arosa, wo eine der ersten Rennbahnen der Welt entstand. Da hat "Viererbob auf Naturbahn" sichtbar noch ganz viel Spaß gemacht! Heute sind die Rennhornschlittler diese Helden. Nur sieht man die nie im TV.

"Schlittensport" um 1910. Dieses (deutsche?) Team fährt noch auf starrem Gerät für Lastentransporte. Der Rahmen wohl kaum als ergonomischer Hit... (Bild aus Sammlung Gugelmann). Diese "Kurven- Geradeausfahrt" ging mit Sicherheit schief! Aber genau so fing es mal an.

St. Moritz. Sie wissen schon --- Engländerinnen sind unschlagbar. Und das ist ernst gemeint!
Sportrodeln ist im Engadin daraus leider nicht geworden. Aber immerhin Skeleton. Wichtig war der "Entwicklungsgeist" der Briten. Ohne ihn wäre es nie jemandem in den Sinn gekommen, die Geräte genau auf den "Thrill" zu trimmen, den sie sich im Bergurlaub wünschten! Die Entwicklung der Rodel, Bobs und Skeletons, auch der Bahnen, begann einzig dank ihnen. Aber heutige "Computer- Bobbahnen aus Beton" (leider heute olympisch, mit Fantasiekosten) hätten sie sicher nie befürwortet. Rennen um "Schorsch Hackl- Tausendstel" auch nicht. Dem IOC sei die (Fehl-) Entwicklung ans Herz gelegt...

Noch ein Blick in die Vergangenheit: Nix Davoser. Wenn zum Fahren gedacht: immer elastisch und lenkbar. Ein "Ur- Rodel"!
Bild vom "Pioneers of the road"- Anlass in Klosters 2013.

Weshalb denn nicht einfach "Schlitten"?

Weil der Schlitten eine Bezeichnung für ein gezogenes Gerät ist und nicht für ein steuerbares. Deshalb meist die Querstrebe vorne (um die Zugleine dran zu fixieren) und die grunsätzlich starre, möglichst robuste Konstruktion und die flache Auflage der Schienen. Je nach Grösse einsetzbar für Kleintransporte bis zum erleichterten Ziehen von Holzstämmen. Also etwa so:

Bildergebnis für schlitten im einsatz + historische bilder

Baumstamm vorne drauflegen und fixieren (Rest des Stammes einfach am Boden schleifen lassen), Ochse, Pferd oder Mensch als Zugkraft und schon konnte auch schwere Last über Schnee oder Gras geschleppt werden. Die Geräte wurden oft auch "Schleiffe" genannt. In kleiner Ausführung eben dann in extremis ein "Davoser", um Brennholzburden zu ziehen, oder Strohballen zum Stall zu bringen, statt sie von Hand tragen zu müssen. Ein klassischer "Schlitten". Da solche Dinger in allen Formen zu Beginn des Tourismus weit verbreitet waren, benutzte man die leichteren Versionen zum Schleppen von Feriengästen, um kurze Ausflüge anzubieten. Dass sie zum aktiven Fahren benutzt werden sollen, ist der grosse "Irrweg" des Schweizer Handels, der die Dinger noch heute fröhlich, vollkommen irrational und hartnäckig- dämlich anbietet. Es erleichtert also die sofortige Erkennung eines guten Sportgeschäfts, wenn es Schlitten nicht im Schaufenster hat. Sondern Rodel. Tja! Da ist noch ganz viel Potential drin! Einfach mal in Nachbarländern vorbeischauen! Oder hier!

Hier ein Bild einer historischen Feuerwehr (anno 1930), die damit ihre Ausrüstung (und wohl den Chefhumoristen)) durch den Schnee schleppte. Auch Armeen, vorallem die russische, benutzten Schlitten in grosser Zahl, um Munitionskisten, Material, Verletzte zu bewegen.

Aktiv damit zu fahren (also bergab) entspricht nicht dem Verwendungszweck!  Sie möchten einfach gezogen werden. Zum Steuern sind sie "falsch konstruiert". (Grüsschen an viele Einkäufer von Wintersportartikeln! Es sei denn, sie kaufen auch grad Velos mit verschweissten Lenkern und zusammengelötete Skipaare. Dann ist's schon ok...)

Cool

Bildergebnis

 

Sobald die Transporte in Abhängen zu erfolgen hatten, verwendete man elastischere, beweglichere (Horn-) Schlitten/ Rodel jeder Grösse, um ein aktives Lenken und oft sogar ein "Mitreiten" des Steuermanns zu ermöglichen. Auch hier waren primär Holz, Heu, Steine die Transportmaterialien. Um gezielt und sicher im Tal anzukommen, mussten sie von Männern direkt gelenkt werden. Daraus und aus den Kenntnissen von Geometrien, Kufenstellungen, Winkel, Schienen entstanden später dann auch die Rodel!

Hier ein klasssisches Bild dazu: (Quelle: Imgrum)

Bildergebnis für schlitten im einsatz + historische bilder

 

Der Weg zum elastisch konstruierten Rodel, also dem, der zum Fahren und Mitlenken konstruiert wurde, hat alte Wurzeln. Hier als letztes Beispiel ein hübsches, sehr altes Vorgängermodell aus deutschen Landen. Ab der Rubrik "Info!" und den folgenden geht's wirklich nur noch um moderne Geräte und ums heutige Sport-, Renn- und Rollenrodeln.

WEITER GEHT'S INS "HEUTE"!

In den Rubriken finden Sie News, Resultatlisten und Ausschreibungen, sowie unzählige Bilder. Ältere Berichte entfernen wir saisonal. Schauen Sie auch rein in die vielen Zusatzrubriken. 

Neu dazu kommen nun auch Interviews mit Stars der internationalen Rodelszene auf Naturbahnen!

Touristiker und Bahnanbieter erhalten von uns auf Anfrage Dokumente, um Ihre Bahn der heutigen Zeit und den neuen Geräten anzupassen. Organisatoren von Schlittel-/ Rodelrennen erhalten von uns Checklisten, Ablaufschemata u.v.m.. Für Schulen/ Firmen bieten wir Kurse in fein abgestimmten Programmen an. Bei Fragen zu Clubbildung, Statuten, Lizenzen gelangen Sie ebenfalls gerne an uns.

Wir hoffen, die HP gefällt Ihnen und freuen uns über Rückmeldungen.

Herzlichen Dank und viel Spass!

Team Seelandrodler, TSR, Aarberg